7 Tipps: Plastik sparen in München

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Sarah Stiller

03. März 2020

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© Markus Spiske / unsplash
Dass man zum Einkaufen seine eigenen Taschen mitbringen und an der Bar den Strohhalm dankend ablehnen sollte, ist weitläufig bekannt. Wir haben 7 weitere Tipps, wie man hier in München aktiv Plastikmüll einsparen kann.

Hard Facts

Die Vermeidung von Plastik ist ein großes Thema. Bilder vom Müllteppich im Pazifik, von an Mikroplastik verendeten Vögeln und Fischen und von brennenden Müllhalden irgendwo ganz weit weg in Afrika gehen um die Welt und bleiben im Kopf. Dieses Problem geht uns alle an – auch hier im aufgeräumten München. Wie können wir dieses Problem lösen? Zum Beispiel mit unseren 7 Tipps, wie man hier in München aktiv Plastikmüll einsparen kann.


© Valentin Geiss

Tipp 1: Einkaufen in verpackungsfreien Läden

Der Großteil unseres privaten Plastikmülls entsteht durch die Verpackungen unserer Lebensmittel und Pflegeprodukte. Was liegt da näher, als verpackungsfreie Läden zu nutzen? In unserem Artikel findet ihr unsere Lieblingsläden, die ganz ohne Plastik auskommen.

Den Wunsch nach verpackungsfreiem Einkaufen hat auch den gemeinnützigen Münchner Verein rehab republic e.V. umgetrieben – das Resultat ist das Label „Einmal ohne, bitte“.  Auf der Website von „Einmal, ohne bitte“ werden Geschäfte und Lokale auf einer Karte angezeigt, in denen ihr Lebensmittel ohne Verpackung und in eigenen Behältnissen kaufen könnt. Den Sticker mit dem Schriftzug „Einmal ohne, bitte" werdet ihr künftig hoffentlich an immer mehr Theken und Schaufenstern teilnehmender Partner finden können.

Ein kleiner Tipp vorab: Überlegt euch vor eurem Einkauf gut, was ihr benötigt. Um Spüli, Haferflocken und Reis unfallfrei nach Hause zu transportieren, solltet ihr im besten Falle eure eigenen Behältnisse mitbringen.


© Capricorn Store

Tipp 2: Second Hand Klamotten shoppen

Um den Begriff „Fast Fashion“ kommt man im Zusammenhang mit der Plastikproblematik kaum herum. Sowohl in der Entstehung der Kleidung, als auch in ihrer Entsorgung kommt es zu allerhand ungesunden Plastikabfallstoffen. Denn: Viele der billigen Produkte aus den allseits beliebten Hauptstraßen-Geschäften enthalten zunehmend Synthetikanteile. Und je mehr Mischfaser, desto schwieriger die Weiterverwertung.

Um dieses Problem zu umgehen, bietet München glücklicherweise jede Menge Flohmärkte und Second Hand Shops. Das vermeidet nicht nur Müll, sondern schont auch euren Geldbeutel. Eine Win-Win-Situation. Ganzjährig flohmarktshoppen könnt ihr auf dem riesigen Flohmarkt am Olympiapark – der findet (wenn nicht gerade Corona ist) jeden Freitag und Samstag von 7 bis 16 Uhr statt. Ansonsten sind wir auch immer für einen guten Hofflohmarkt zu haben.


© Sarah Stiller

Tipp 3: Lebensmittel auf Münchens Märkten besorgen

Auch schon mal erschrocken, nachdem ihr euer Supermarkt-Obst und -Gemüse aus seinen Plastikschichten befreit habt? Auf einmal ist ein ganzer Mülleimer voll. Am einfachsten könnt ihr das vermeiden, indem ihr eure Vitamine auf den Münchner Märkten besorgt. Entweder auf einem der festen Märkte (Elisabethmarkt, Viktualienmarkt, Viktualienmarkt-Schwester in der Rathausgasse in Pasing und der Markt am Wiener Platz) oder auf einem der über 40 Wochenmärkte, die in ganz München stattfinden.

Trotzdem nichts in der Nähe? Gute Anlaufstellen für Verpackungsfreies sind auch Obst- und Gemüseläden wie Gretels Markt oder kleinere exotische Supermärkte.


© Michaela Gilg

Tipp 4: Plastikflaschenkauf durch Refill ersetzen

Eine der einfachsten Übungen, um Plastikmüll zu sparen, ist es, immer eine eigene, wieder befüllbare Flasche Wasser dabei zu haben. So könnt ihr PET Flaschen und Plastikbecher vermeiden, falls euch unterwegs der Durst überkommt. Grundsätzlich könnt ihr euch darauf verlassen, dass das Münchner Leitungswasser von bester Qualität ist und ständig geprüft wird. Wer gerade keinen Wasserhahn zur Hand hat, hält am besten die Augen nach einem Refill-Sticker auf. Das ehrenamtliche Non-Profit-Projekt Refill sucht in der ganzen Stadt nach Partnern, bei denen ihr kostenlos Leitungswasser auffüllen könnt.

Die teilnehmenden Orte erkennt ihr an den blauen Refill-Aufklebern in Schaufenstern und an Türen. Oder ihr checkt die Karte auf der Refill-Website.


© Milena Trifonova / unsplash

Tipp 5: Weiterbildung ist alles

Das Thema liegt euch am Herzen und ihr möchtet gerne mehr erfahren? Der - oben schon mal erwähnte - Verein rehab republic e.V. setzt sich mit Projekten wie Schnibbelparties für mehr Nachhaltigkeit in der Stadt ein. Neben dem Label „Einmal ohne, bitte“ (siehe oben), bietet rehab republic auch immer wieder Workshops zur Plastikvermeidung an. Wer richtig aktiv werden mag, kann auch an den „München unverpackt“ Stammtischen des Vereins teilnehmen.


© Recup

Tipp 6: Recup Becher nutzen

München ist eine der Städte, die bei der Recup Initiative mitmacht. Das Prinzip ist ganz einfach: Im teilnehmenden Café oder beim Bäcker den nächsten Coffee to go nicht im Wegwerfbecher bestellen, sondern im Recup Pfandbecher. Der kostet gerade mal 1 Euro Pfand. Den gebrauchten Becher könnt ihr dann jederzeit wieder abgeben und bekommt euren Euro zurück. Oder aber ihr behaltet euren Becher für den nächsten Coffee to go. Bei vielen Recup Stellen erhaltet ihr sogar einen Preisnachlass auf euer Getränk, wenn ihr es im Recup Becher bestellt.


© Jilbert Ebrahimi / unsplash

Tipp 7: Plastikmüll richtig entsorgen

Das Mindeste, was wir tun müssen, ist unseren Beitrag zur korrekten Entsorgung des Plastikmülls zu leisten. Das heißt: Plastik separat sammeln und zu den richtigen Containern der Wertstoffinseln bringen. Auch wenn es lästig ist! Wenn ihr Fragen habt, schaut doch mal im Abfalllexikon der AWM vorbei – dort ist genauestens aufgeschlüsselt, welcher Gegenstand in welchen Müll gehört.

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