Baden im Englischen Garten

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Julia Wittmann

07. Juli 2021

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© Bild von Wolfgang Appel auf Pixabay
Im Englischen Garten gibt es mehr Bademöglichkeiten als ihr denkt.

Mitten in der Stadt ins Wasser gehen – das ist Münchens größter Pluspunkt im Sommer. Neben der Isar, dem Flaucher, den Seen und Freibädern könnt ihr euch auch im Englischen Garten abkühlen. Dort fließen einige der Münchner Stadtbäche, die euch zu mal mehr und mal weniger bekannten Badeorten im Grünen führen.


© Julia Wittmann

Eisbach (Süden)

Den Eisbach kennt eigentlich jede:r Münchner:in und ist meistens die erste Anlaufstelle, wenn man im Englischen Garten ins Wasser möchte. Im Süden des Parks, direkt hinter der Eisbachwelle, könnt ihr ins Wasser steigen und euch von der Strömung treiben lassen, bis ihr zur zweiten, kleineren Welle kommt. Hier könnt ihr über das Seil aussteigen. Eine andere Alternative ist es nach der zweiten Welle einzusteigen und bis zur Tivolistraße zu treiben. Linkerhand sind zwei Treppen, über die ihr aussteigen könnt. Der Eisbach ist in diesem Abschnitt ca. 1,50 Meter tief, ca. 15 Grad kalt und die Strömung ist sehr stark. Sobald ihr an den Rand schwimmt, wird sie etwas schwächer. Bitte geht nur ins Wasser, wenn ihr gut Schwimmen könnt. Der Eisbach ist nicht ungefährlich und das Baden darin offiziell verboten.

Eine ausführlichere Anleitung findet ihr hier.


© Julia Wittmann

Eisbach (Norden)

Der Eisbach hört jedoch nicht einfach auf. Wenn ihr dem Wasser zu Fuß oder mit dem Rad weiter in den Norden folgt, dann kommt ihr zu einem weiteren, etwas weniger gefährlichen Bereich des Eisbaches. Sobald ihr die Brücke des Mittleren Rings durch den Park seht, seid ihr richtig. Auf der Wiese vor dem Tivoli Kraftwerk könnt ihr eure Sachen ablegen und nochmal unter der Brücke zurück entgegen der Strömung laufen, bevor ihr euch ins Wasser lasst. Die Tiefe und Kälte Vorrausetzungen sind ähnlich, aber die Strömung ist etwas weniger stark in diesem Teil des Eisbaches. Das Aussteigen an einer der Seiten gestaltet sich weniger anstrengend, ihr müsst einfach an den Rand schwimmen. Aber auch hier gilt: nur ins Wasser, wenn ihr gute Schwimmer:innen seid.


© Julia Wittmann

Schwabinger Bach (Süden)

Ebenfalls bekannt ist der Schwabinger Bach im Süden des Englischen Gartens. Dort findet ihr zahlreiche Sonnenanbeter:innen, die sich (und ihre Getränke) im seichten Wasser abkühlen. Der Nebenarm des Eisbaches ist weniger tief, oftmals reicht das Wasser nur bis zu den Knien. Deshalb ist es hier auch ein bisschen wärmer, aber immer noch durchaus recht frisch. Am Schwabinger Bach können alle ins Wasser, denen der Eisbach zu anstrengend ist und die gerne mit vielen Gleichgesinnten beisammen sind – alleine ist man hier eigentlich nie.


© Julia Wittmann

Schwabinger Bach (Norden)

Genauso wie der Eisbach, verläuft der Schwabinger Bach weiter in den Nordteil des Englischen Gartens. Jedoch müsst ihr etwas weiterfahren, um gut ins Wasser zu kommen. Ungefähr auf der Höhe der U-Bahn Stationen Alte Heide und Studentenstadt könnt ihr euch eine der zahlreichen Liegewiesen neben dem Schwabinger Bach suchen und ab und zu ins Wasser tauchen, um euch abzukühlen. Der Bach ist hier etwas tiefer als im Süden und reicht euch bis zu den Oberschenkeln. Oft sieht man Leute auf kleinen Luftmatratzen vorbei treiben, die die immer noch starke Strömung ausnutzen und anschließend zurücklaufen.


© Martin Keck

Oberstjägermeisterbach

Der Oberstjägermeisterbach ist wohl der größte Geheimtipp im Englischen Garten und perfekt, wenn ihr euch abseits der Massen etwas abkühlen, aber nicht großartig schwimmen wollt. Das Schöne ist, dass ihr hier Mitten im Englischen Garten seid und sich nur wenige hier her verirren. Zwischen Mini-Hofbräuhaus und dem Isarwehr könnt ihr es euch entlang des Baches im Gras bequem machen und bei Bedarf ins Wasser steigen. Am besten sucht ihr euch einen Platz nach der Vogelschutzinsel, dort ist das Wasser am tiefsten, ähnlich wie der nördliche Bereich des Schwabinger Baches. Je weiter ihr ab hier Richtung Norden lauft, desto flacher wird das Wasser. Hier baden dann meistens nur noch die Hunde.

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