Draußen unterwegs mit Almdudler: Rund um die Osterseen

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Regina Bruckschlögl

15. Juli 2021

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Bergpanorama, Wasser und nur wenige Höhenmeter – das alles und noch viel mehr bieten euch die Osterseen.

Hard Facts

82393 Iffeldorf
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Bei Iffeldorf hinterm Starnberger See liegt eine der schönsten Seen-Gruppierungen, die wir kennen: die Osterseen. Klares, türkisblaues Wasser, viel Wald und die Berge in Sichtweite. Bei dieser Tour müsst ihr nicht schwindelfrei sein, da es keinen Berg rauf geht. Aber eine gewisse Grundkondition und eine Ladung Almdudler für die zweistündige Umrundung schaden nicht.


Startpunk: Parkplatz in Iffeldorf

Wir starten unsere Tour in Iffeldorf. Mit dem Auto brauchen wir von München aus rund 45 Minuten, aber das kann natürlich je nach Verkehr in der Stadt und auf der Autobahn in Richtung Garmisch schwanken. Falls ihr nicht mit dem Auto anreisen wollt: Mit der Bahn kommt ihr ebenfalls bis nach Iffeldorf, dafür müsst ihr eine knappe Stunde einplanen.

Auf dem (kostenpflichtigen) Parkplatz angekommen lockt gleich mal der schöne, bunte Kiosk der Seemadames mit Eis und Kuchen. Falls ihr also Brotzeit vergessen habt, könnt ihr euch hier noch eindecken. Wir sind mit Almdudler & Co bestens versorgt. Da es sich bei unserer Tour um einen Rundweg handelt, ist unser Start- auch unser Endpunkt, den Kiosk seht wir also wieder, falls später nochmal der Magen knurrt.

1. Etappe: Von Iffeldorf zum Badeplatz Staltach

Wir gehen den Weg rund um den großen Ostersee gegen den Uhrzeigersinn, also erstmal in Richtung Lauterbach. Den Fohnsee lassen wir dabei links – oder besser rechts – liegen. Wer Lust auf eine noch größere Route hat, kann den Fohnsee und den Sengsee miteinschließen. Bei uns ist für später allerdings ein Sommergewitter angekündigt, weswegen wir nur die Umrundung des großen Sees machen wollen. Wir brauchen ja auch noch ausführliche Zeit, um in den See zu springen und sparen uns ohne die beiden anderen Seen rund eine halbe Stunde Lauf-Zeit ein.

Während dieses ersten Abschnitts sehen wir das Wasser eher aus der Ferne, da der Weg nicht direkt am Ufer entlang läuft. Dafür ist sehr viel grün um uns herum. Wer zur Fauna mehr wissen will, der kann sich auf einer Infotafel entlang des Weges informieren. Der Weg wechselt sich ab, mal gehen wir auf einem schmalen Schotterweg, dann wieder auf einer etwas breiteren Teerstraße. Zeitweise laufen wir auch durch den Wald, was vor allem bei sommerlichen Temperaturen sehr angenehm ist.

Bislang spazieren wir also eher so dahin, entdecken viele Pflanzen um uns herum und haben genug Luft für ausführliche Gespräche. In Richtung Privatklinik Lauterbacher Mühle – die eher wie eine sehr teuere Hotelanlage aussieht – geht es dann doch mal leicht hoch. Aber oben angekommen werden wir mit einem guten Weitblick über den See belohnt.

Nach einem kurzen Stück an den Gleisen entlang und einer Biotop-ähnlichen Wasserlandschaft erblicken wir auch schon das Gut Aiderbichl. Unterhalb davon ist unser erstes Etappenziel, der Badeplatz Staltach. Hier machen wir Pause mit einer Runde Almdudler, packen die restliche Brotzeit und die Badesachen aber noch nicht aus, unsere favorisierte Badestelle kommt nämlich erst noch.

Wichtig zu wissen: Die Osterseen stehen unter Naturschutz. Das bedeutet, dass man nur an ausgewiesen Stellen baden und auch rasten darf. Nehmt da bitte Rücksicht drauf, andernfalls ermahnen auch die freundlichen, aber bestimmten Ranger sicher dazu.

2. Etappe: Entlang des Ostufers zum besten Badeplatz

Nach Staltach kommt unserer Meinung nach das schönste Stück des Rundwegs. Durch kleine Waldwege geht es direkt am See vorbei. An machen Tagen leuchtet hier das Wasser des Ostersees so magisch türkis-blau, das wir uns nicht mehr sicher sind, ob wir noch in Bayern oder schon in der Karibik sind. Das Bergpanorama im Hintergrund erinnert uns aber wieder daran: "Ah ja, immer noch Bayern!"

Wir laufen weiter, den Blick aufs Wasser gerichtet, bis wir an der Badestelle am südlichen Ostufer ankommen. Zwischen den Bäumen und direkt am Ufer darf hier gebadet werden, was wirklich großartig ist. Erst kurz ins klare, kalte Wasser springen und dann die mitgebrachte Brotzeit und einen Schluck erfrischender Alpenkräuterlimonade genießen.

Nach dieser wohlverdienten Pause machen wir uns auf das restliche, kurze Stück zurück zum Parkplatz. Wir kreuzen dabei auf den letzten Metern den Hinweg, bevor wir wieder vorm Kiosk Seemadames stehen.

Der kleine Garten des Kiosk lädt zum Verweilen ein, auch wenn er direkt neben dem Parkplatz ist. Blicken wir eben einfach in die andere Richtung. Wir gönnen uns noch einen Kuchen und eine Saiblings-Semmel und machen uns dann wieder auf den Weg in Richtung Stadt.

Auch ohne relevante Höhenmeter merken wir den gut zweistündigen Spaziergang, der sich aber absolut gelohnt hat. So viel Natur, so viel Panorama und so viel klares Wasser auf einmal – wir können die Tour um die Osterseen nur empfehlen und kommen sicher wieder.


Anfahrt & Co: Das müsst ihr wissen

Anfahrt: Mit dem Auto fahrt ihr auf der A95 in Richtung Garmisch bis zur Ausfahrt Penzberg / Iffeldorf. Dort dann raus und den Schildern nach bis nach Iffeldorf. Im Ort Ort selbst ist der “Parkplatz Osterseen” ausgeschrieben. Der Parkplatz ist kostenpflichtig und dient auch als Start- und Endpunkt der Umrundung.

Mit der Regionalbahn könnt ihr ebenfalls anreisen, nehmt dafür die Bahn nach Kochel und steigt in Iffeldorf aus. Ein kurzer Spaziergang durchs Dorf und ihr seid ebenfalls an den Seen.

Schwierigkeit: Sehr leichte Tour, die mit einer Grundkondition sehr gut zu machen ist. Zieht trotzdem sportliche Schuhe an und nehmt Verpflegung mit, da ihr durchaus etwas unterwegs seid.

Dauer der Tour: Unsere Tour rund um den großen Ostersee hat 2 Stunden gedauert. Nehmt ihr den Fohnsee noch mit, seid ihr 2,5 Stunden unterwegs.


Wenn ihr generell gerne in der Bergwelt unterwegs seid, schaut doch mal bei der Almdudler Wanderlust vorbei.

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