6 schöne Herbstwanderungen

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Sarah Stiller, Annika Wagner

01. Oktober 2021

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© Daniel Sessler / unsplash.com

Jetzt ist er wirklich da, der Herbst. Wir haben für euch sechs Wanderungen rund um München, die auch an schönen Herbsttagen noch gut machbar sind. Aber denkt dran: Warm einpacken und Wechselklamotten mitnehmen, am Gipfel kann es dann doch schon etwas kälter sein.


© Daniel Seßler

Vom Schliersee zum Tegernsee

Von See zu See geht es zwischendrin steil bergauf. Der Ausblick entschädigt aber. Und der Gedanke an  traumhaften Kaiserschmarrn treibt an.

Start & Ziel: Ihr startet am Bahnhof Schliersee und endet am Bahnhof Tegernsee.

Wie kommt man hin? Auto macht keinen Sinn, weil kein Rundweg. Darum: Mit der BOB bis Schliersee und zurück mit der BOB ab Bahnhof Tegernsee.

Dauer: 5-6 Stunden plus Kaiserschmarrnzeit.

Die Tour: Ihr lauft vom Bahnhof zum See, haltet euch dann rechts ein kleines Stück am See entlang. Von dort passiert ihr den örtlichen Eisplatz und überquert die Gleise. Dann geht es ein ganzes Stück ins Tal hinein bis zum Wanderparkplatz Hennerer. Ab dort geht es dann erst mal eine ganze Weile bergauf bis zur Gindelalm. Da gibt’s ein Päuschen mit Ausblick, um Kraft zu sammeln. Es geht nämlich nochmal steil bergauf am Hang gegenüber. Danach wird es aber entspannt. Es geht ab jetzt ganz gemächlich bis zum Berggasthof Neureuth und dann nur noch bergab.

Einkehrmöglichkeit: Der Berggasthof Neureuth hat ganzjährig (bis auf Betriebsurlaub und montags) geöffnet, bietet einen tollen Blick über den Tegernsee und besagten Kaiserschmarrn. Mehr brauchen wir nicht.


© Suzanne Nietzold

Hirschberg

Eine schöne Herbstwanderung mit zwei ansteuerbaren Gipfelkreuzen und einmal wärmender Suppe unterwegs.

Start & Ziel: Wanderparkplatz Scharling.

Wie kommt man hin? In einer Stunde mit dem Auto.

Dauer: Gute zwei Stunden bis zum Hirschberghaus. Von dort nochmal etwa eine halbe Stunde auf den Gipfel. Runter geht’s dann in anderthalb bis zwei Stunden.

Die Tour: Zunächst müsst ihr ein Stück die Straße entlang und die letzten Häuser Scharlings hinter euch lassen. Am Waldrand geht dann ein kontinuierlich ansteigender Forstweg los, den man etwas später an einer kleinen Holztreppe, die rechts die Böschung hochgeht, abkürzen kann. Das ist nicht nur der kürzere, sondern auch der schönere Weg, finden wir. Ihr kommt dann an der Materialseilbahn raus, wo sich der Sommer- (rechts) und der Winterweg (links) treffen. Ersterer ist bei schlechter Witterung gesperrt. Am Hirschberghaus angekommen müsst ihr euch dann entscheiden: Den Gipfel noch erklimmen? Gleich einkehren? Oder noch ein kleiner Abstecher zum Vorgipfel hinter der Hütte? Wir empfehlen den Gipfel, wegen der bombigen Aussicht. Können aber natürlich niemandem verübeln, wenn er gleich den Kuchen ansteuert. Bergab geht’s auf gleichem Wege.

Einkehrmöglichkeit: Das Hirschberghaus hat dienstags Ruhetag, ist aber sonst (bis auf den Betriebsurlaub) ganzjährig geöffnet und versorgt euch mit Suppen, Kuchen und 70er Jahre Charme.


© Regina Bruckschlögl

Eine Runde um die Osterseen

Weniger Wanderung, viel mehr ein ausgedehnter Spaziergang – aber trotzdem schön. Die Osterseen südlich des Starnberger Sees bieten euch viele verschiedene Spaziermöglichkeiten, je nachdem wie viel Zeit und Lauflust ihr mitbringt. Und im Hintergrund immer im Blick: ein Alpenpanorama vom Feinsten.

Start & Ziel: Parkplatz an den Osterseen bei Iffeldorf.

Wie kommt man hin? Mit dem Auto in ca. 45 Min. Oder mit der Regionalbahn ab Pasing bis Iffeldorf in einer guten Stunde.

Dauer: Sehr flexibel. Da es mehrere Seen sind, könnt ihr entweder kleinere Runden machen oder eine große um alle Seen. Eine Runde um den Großen Ostersee dauert beispielsweise etwa 2,5 Stunden.

Die Tour: Auch sehr flexibel. Ihr startet einfach vom Wanderparkplatz in Richtung der Seen. Dort findet ihr dann eine Karte, auf der die verschiedenen Seen und Wege eingezeichnet sind. Und dann? Einfach treiben lassen. Ihr könnt euch spontan für Abzweigungen entscheiden oder nur die kleineren Seen umrunden. Oder eine Runde um den Großen Ostersee. Oder komplett um alle Seen. Kurz gesagt: Alles kann, nix muss. Damit also perfekt für einen faulen Herbstsonntag, an dem es euch dann doch noch nach ein bisschen Frischluft dürstet.

Einkehrmöglichkeit: Unterwegs gibt es keine Einkehrmöglichkeiten. Wenn ihr aber am Schluss eurer Runde durch Iffeldorf kommt, gibt es einige Bäckereien und Cafés. Und am Parkplatz selbst findet ihr Stärkung durch Kaffee und Kuchen dank des zuckersüßen Kiosks Die Seemadams.


© Annika Wagner

Jochberg

Ein Klassiker. Mit wunderschönem Ausblick über den Walchensee. Das wissen natürlich viele, darum lohnt es sich früh aufzubrechen und vor den anderen dort zu sein.

Start & Ziel: Parkplatz Kesselberg.

Wie kommt man hin? Mit dem Auto in einer guten Stunde. Früh dran sein, der Jochberg ist beliebt.

Dauer: Etwa 3,5 Stunden.

Die Tour: Die Strecke ist sehr gut ausgeschildert. Es geht zunächst in den Wald hinein, wo sich der Weg nach oben schlängelt. Oben angekommen erwartet euch ein wirklich super Ausblick auf den Walchensee. Bergab biegt ihr direkt auf den Weg zur Jocheralm, die ist nicht zu übersehen. Von dort geht es einen Moment auf dem Fahrweg bergab Richtung Walchensee, von dem ihr nach einiger Zeit auf einen Pfad (rechts ab) wechseln könnt. Ihr kommt am Seeufer raus. Da dürft ihr dann noch ein wenig entspannt am Ufer entlang schlendern, bis es wieder bergauf zum Auto geht.

Einkehrmöglichkeit: Die Jocheralm hat leider nur bis Mitte Oktober offen. Nehmt euch also Proviant mit. Was zu Beißen gibt es ansonsten erst wieder unten am See.


© Maria Lehmann

Hoher Kranzberg

Die Anreise ist zwar ein bisschen weiter, aber der Ausblick auf das Karwendelgebirge und die zwei traumhaften Seen unterwegs entschädigen für die paar Minuten mehr in Auto oder Bahn.

Start & Ziel: Parkplatz Kranzberg Sessellift in Mittenwald.

Wie kommt man hin? Mit dem Auto braucht man nach Mittenwald anderthalb Stunden. Mit der Bahn etwa zwei Stunden.

Dauer: Ungefähr vier Stunden.

Die Tour: Erst mal geht es unterhalb des Sessellifts entlang, immer den Schildern nach. Es geht zwar relativ konstant, dafür aber moderat bergauf. Und fast immer mit super Karwendelblick! Oben erwartet euch das Kranzberghaus  und am Gipfel zahlreiche Sonnenliegen, auf denen ihr die Herbstsonne und das Panorama genießen könnt. Bergab schlagt ihr den Weg Richtung Ferchensee ein. Am Ferchensee haltet ihr euch dann Richtung Lautersee. Beide Seen sind wunderschön. Vom Lautersee einfach den Schildern zurück nach Mittenwald folgen.

Einkehrmöglichkeit: Das Kranzberghaus hat mittlerweile leider dauerhaft geschlossen. Wer sich stärken möchte, kann das aber am Lautersee in der Lautersee-Alm tun.


© Daniel Sessler / unsplash.com

Baumgartenschneid

Start & Ziel: Wanderparkplatz mit der Anschrift Prinzenweg 14

Wie kommt man hin? Mit dem Auto braucht ihr ca. 1 Stunde oder aber ihr fahrt mit der Bayerischen Oberlandbahn vom Hauptbahnhof aus direkt nach Tegernsee. Der Wanderparkplatz liegt vom hiesigen Bahnhof nur 850 Meter entfernt.

Dauer: Etwa 3,5 Stunden.

Die Tour: Sobald ihr gerüstet seid, folgt den Schildern in Richtung Riederstein/Baumgartenschneid. Kurze Erklärung zwischendurch: den Gipfel vom Riederstein nehmt ihr auf 1125 Höhenmetern gleich mit, denn der liegt praktischerweise sowieso auf eurem Weg. Aber zurück zum Start. Die ersten Höhenmeter führen euch noch über Teerstraße und Forstweg hinauf. Nach ca. 45 Minuten seid ihr dann am Berggasthaus Galaun angekommen, das mit allerlei bayerischen Schmankerln lockt. Wir empfehlen euch mit der Einkehr aber bis zum Abstieg zu warten, denn nach komplett geschaffter Tour schmeckt's halt doch noch besser.Bereit zum Treppen steigen? Richtig gelesen. Auf der Route vom Berggasthof zum Riederstein müsst ihr euch auf ca. 20 Minuten Treppen steigen gefasst machen. Wenn ihr den Riederstein erreicht habt, seid ihr bereits auf 1125 Höhenmetern, euch fehlen also nur noch gute 300 bis zum eigentlichen Ziel der Wanderung. Die letzten Schritte erfolgen dann auf einem Grashügel im Zickzack. Das Gipfelkreuz habt ihr zu diesem Zeitpunkt bereits fest im Blick. Oben angekommen sagt dem Kreuz kurz Hallo und lasst euch nieder.Der Blick auf den Tegernsee unter euch sorgt on top noch für die schönste aller Kulissen. Zurück nehmt ihr den gleichen Weg wie beim Aufstieg.

Einkehrmöglichkeit: Das Berggasthaus Galaun lockt ganzjährig (Dienstag Ruhetag) mit bayerischen Schmannkerln und einer wunderbaren Aussicht.

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