Kunst Tipps im Juni

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Julia Wittmann

31. Mai 2021

Haus der Kunst
© Julia Wittmann

Die Zahlen bleiben niedrig und die Ausstellungen geöffnet – so gefällt uns das! Nach einem ruhigen Frühjahr könnt ihr euch nun im Juni auf zahlreiche Neueröffnungen freuen. Die Neue Sammlung zeigt die erste Soloausstellung von Maarten Baas im deutschsprachigen Raum, in der Lothringer 13 Halle sind die Fotodoks zu sehen und im Haus der Kunst wird widerständige Kunst gezeigt.


© Maarten Baas

Maarten Baas - New Times

Laufzeit 10. Juni bis 3. Oktober 2021
Die Neue Sammlung - Pinakothek der Moderne

I think everybody has ideas about time. Some people just feel it, other people write about it, and I make thinks.” - Maarten Baas

In der Neuen Sammlung wird am 10. Juni die erste Soloausstellung des niederländischen Künstlers Maarten Baas im deutsprachigen Raum eröffnet. Der Künstler beschäftigt sich bereits seit Jahrzehnten mit einem großen Thema: Zeit. In seinen humorvollen und theatralischen Arbeiten wird die Vergänglichkeit und Unwiederbringlichkeit von Zeit deutlich. Neben seiner ikonischen Serie “Real Time” (seit 2009), in der Film, Performance, Kunst und Design verbunden werden, sind Standuhren, Filmprojektionen und speziell für den Ausstellungsraum konzipierte Werke zu sehen.


© Nanna Heitmann

A house is a house is a house | Fotodoks

Laufzeit 7. Juni bis 4. Juli 2021
Lothringer 13 Halle

“A house is a house is a house” ist der Titel der diesjährigen FOTODOKS Ausgabe. Vom 7. Juni bis 4. Juli 2021 findet das internationale Festival für aktuelle Dokumentarfotografie bereits zum zehnten Mal statt. Die Gruppenausstellung mit interdisziplinärem Begleitprogramm ist in den Räumlichkeiten der Lothringer 13 Halle sowie online zugänglich und versammelt 12 Fotoprojekte, die teilweise über viele Jahre umgesetzt wurden. Thematisch nähert sich die Ausstellung einem dichten und facettenreichen Sozialraum an. Es wird untersucht, wie die gegenwärtigen Wahrnehmungen von Zuhause gefasst werden können. Zugleich wird auf gesellschaftliche Ungleichheit verwiesen, die durch die weltweit bestehenden kolonialen, patriarchalischen und kapitalistischen Machtstrukturen weiter zunimmt.


© Daniel Lind-Ramos “Con-junto (The Ensemble)”, 2015 Photo: Pierre Le Hors

Sweat

Laufzeit 11. Juni 2021 bis 9. Januar 2022
Haus der Kunst

Nach zwei Jahren intensiver Recherche eröffnet am 11. Juni die Gruppenausstellung Sweat im Haus der Kunst. Die Ausstellung widmet sich dem Phänomen von Körpern, die gemeinsam agieren und ihre Gegenwart gestalten. Schwitzen ist ein Versuch des Körpers sich gegen innere und äußere Faktoren und Einwirkungen zu wehren. Im Ausstellungskonzept wird dieser Vorgang in eine künstlerische Strategie des Widerstands übersetzt. Zu sehen sind mehr als 20 künstlerische Positionen, deren Werke unter dem Druck systemischer Ungerechtigkeit entstanden sind. Es entsteht ein Dialog zwischen Arbeiten der jüngsten Gegenwart mit bahnbrechenden Positionen der 1970er- und 1980er-Jahre. Zeitgenössische Werke versammeln sich neben historischen Stimmen, die feministische und postkoloniale Unabhängigkeitsbewegungen in Kunst und Gesellschaft mobilisiert haben.


© Sara Kurig

Cosmic Hive

Laufzeit bis 5. Juni 2021
Pathos

Im Pathos könnt ihr bis zum 5. Juni eine interaktive und immersive Ausstellung entdecken, in der physikalische Fakten künstlerischer umgesetzt wurden. Die Video-Installationen und VR- Experiences von Betty Mü, Nicole Popst, Raphael Kurig und Christian Gasteiger vermitteln die physikalischen Phänomene des Universums, der schwarzen Löcher sowie Raum und Zeit spielerisch und multimedial. Die Werke schaffen es komplizierte Formeln und Annahmen verständlich darzulegen und visuell ansprechend zu gestalten. Um die Ausstellung im Pathos zu besuchen, braucht ihr keinen negativen Test, aber ihr solltet euch einen Timeslot buchen, um Wartezeiten zu vermeiden. 


Relational Bodies

Laufzeit bis 19. Juni 2021
fructa

Im Off-Space fructa könnt ihr aktuell die Arbeiten der Preisträger:innen des Förderpreises "Perspektiven 2020" sehen. Aufgrund von Corona hat sich die Umsetzung der Ausstellung etwas verschoben, ist nun aber endlich im fructa realisiert worden. Die Arbeiten der fünf jungen Künstler:innen Kalas Liebfried, Patrick Ostrowsky, Alina Schweizer, Max Weisthoff und Lina Zylla sind unter dem Titel "Relational Bodies" zu sehen. Die fünf sehr unterschiedlichen Positionen funktionieren jeweils auf ihre eigene Art und Weise und stehen aufgrund der räumlichen Enge doch in Beziehung zueinander. 

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