Kunst Tipps im Mai

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Julia Wittmann

04. Mai 2021

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Noch sind die Museen und Ausstellungsräume geschlossen. Die Zahlen in München sinken und wir drücken die Daumen, dass das auch weiterhin so bleibt. Bis wir uns der Kunst wieder in geschlossenen Räumen nähern können, haben wir euch einige Kunst Tipps an der frischen Luft und in den eigenen vier Wänden zusammengestellt. Trotz Lockdown müsst ihr nicht auf kreativen Input verzichten.


Und draußen die Stadt

Am 15. Mai 2021, 18 Uhr
Haus der Kunst, Online

Das Haus der Kunst organisiert am 15. Mai einen digitalen Abend im Rahmen der Ausstellungen von Kapwani Kiwanga und Phyllida Barlow. Die beiden Künstlerinnen eint der imposante Umgang mit leuchtenden Farben und Industrie- und Alltagsmaterialien, die sie zu raumgreifenden Installationen kombinieren. Das Online-Event “Und draußen die Stadt” wird den öffentlichen Raum als Ort der gemeinschaftlichen Begegnung und verschwinden von Grenzen betrachten. Um 18 Uhr erwartet euch die neu produzierte Performance “Soft Roader” von Alice Peragine und ein Künstlerinnengespräch. Anschließend folgt um 19 Uhr ein Kurzfilmscreening mit vier Kurzfilme, die in Berlin, Jönköping, Hongkong und Bukarest gedreht wurden.

Um an dem Online-Event teilnehmen zu können, müsst ihr euch ein Ticket für 5 Euro besorgen. Alles Infos bekommt ihr hier.


© Paradise Lost #gender shift Grafik, Foto: PLATFORM

Paradise Lost #gender shift

Laufzeit vom 05. Mai bis 26. Mai 2021
Platform

Auch wenn die Ausstellung “Paradise Lost #gender shift” in der Halle der Platform aktuell noch nicht für die Öffentlichkeit zugänglich ist, lohnt sich ein Blick ins Konzept und Ausstellungsprogramm. Es handelt sich um ein gemeinsames Ausstellungsprojekt von drei Münchner Kunstorten über Gender, Sexualität und Identität. Die Platform lädt euch (sobald es wieder möglich ist) ein, in einem Safe Space über die Vielstimmigkeit und die stetige Entwicklung in der Gender-Thematik zu informieren und euch miteinander auszutauschen. Am 05. Mai wird die Ausstellung offiziell um 17:30 Uhr im digitalem Raum eröffnet. Den ganzen Mai über werden Online-Künstler:innengespräche und Vorträge rund um das Thema Geschlecht stattfinden. Das Programm findet ihr hier.

Auch im DG Kunstraum (11.5. bis 18.7.2021) und Galerie der Künstler (25.5. bis 20.6.2021) werden Teile der Ausstellung zu sehen sein. 


© David Ozegovic

Mach, dass es wieder wird | Matt Wiegele

Laufzeit bis zum 16. Mai 2021
Schaufenster des Farbenladen

Durch das Schaufenster des Farbenladens könnt ihr aktuell ein goldenes Meer erblicken. Die Installation „Mach, dass es wieder wird“ von Matt Wiegele ist bis zum 16. Mai 2021 zu sehen. Es handelt sich um eine Licht- und Rauminstallation, die sich mit dem beschäftigt, was uns gerade bewegt und das optimistische Bild einer glänzenden Zukunft kreiert. Zahlreiche Rettungsfolien bedecken die gesamte Fläche des Ausstellungsraums, die wiederum von Ventilatoren in Bewegung gesetzt werden. Besonders eindrucksvoll zeigen sich die kräuselnden Oberflächen in der Abenddämmerung. Alle Münchner:innen sind dazu eingeladen, sich an der Arbeit zu beteiligen, indem sie ihre Gedanken, Wünsche oder Sorgen auf ein DIN-A4-Papier schreiben und daraus Papierboote falten. Entweder ihr werft eure Nachrichten in den Briefkasten, oder schickt eine Mail mit dem Betreff „Mach“ an farbenladen@feierwerk.de


© Arnold Dreyblatt
Siegerentwurf Arnold Dreyblatt im Wettbewerb für ein Mahnmal zur Bücherverbrennung am Königsplatz

Die Schwarze Liste | Arnold Dreyblatt

Ab dem 06. Mai 2021
Königsplatz

Ab dem 06. Mai könnt ihr ein neues Kunstwerk mit wichtiger Botschaft im öffentlichen Raum entdecken. Auf dem Münchner Königsplatz, direkt vor der Antikensammlung, ist Arnold Dreyblatts Bodenarbeit „Die Schwarze Liste" zu sehen. Das Mahnmal erinnert an die Bücherverbrennung von 1933 und verweist auf die “schwarzen Listen” der Nationalsozialisten. Die Buchtitel, der damals unerwünschten Literatur, sind in der Spirale des begehbaren, kreisrunden Kunstwerks eingelassen und umfassen Publikationen von 310 Autor:innen, die vom NS-Regime und seinen Anhänger:innen geächtet und verfemt wurden. Arnold Dreyblatts Arbeit im öffentlichen Raum erinnert uns an die Geschichte des Königsplatzes und den umliegenden Gebäuden des ehemaligen Parteiviertels der NSDAP und mahnt vor einer Wiederholung von Geschichte.

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