Museumstipp: MUCA

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Julia Wittmann

20. März 2017

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© Julia Wittmann
Ein Museum für Street und Urban Art.

Hard Facts

Hotterstraße 12
80331 München

Hinter den Schriftzügen des Berliner Graffitikünstlers Stohead versteckt sich Deutschlands erstes „Museum of Urban and Contemporary Art“ - kurz MUCA. Urban Art im Museum? Das MUCA hat es sich zur Aufgabe gemacht Street- und Urban Art in den zeitgenössischen Kunstdiskurs einzufügen sowie die junge und vergängliche Kunstform zu musealisieren.


Die Gründer*innen Stephanie und Christian Utz haben der Urban Art einen Schutzraum in München gebaut. In einem ehemaligen Umspannwerk der Stadtwerke, mitten in München, hat das MUCA seinen Platz gefunden. Circa 2000m² stehen dem Museum zur Verfügung. Zudem erweitert das Museum momentan seine Flächen um einen angrenzenden Hochbunker in der Hotterstraße, der 2021 eröffnet werden soll. Anstatt verstaubter alter Meister können die Besucher*innen des Museums hippe Street Art betrachten. Neben den Werken internationaler Künstler*innen soll das MUCA auch als eine Plattform für experimentelle Formate und neue Ideen fungieren. Besonders am Herzen liegt dem Museum die Kunstvermittlung. Das abwechslungsreiche Ausstellungsprogramm wird von verschiedenen Veranstaltungen wie Führungen, Lesungen oder Künstlergesprächen, begleitet. Ein Blick in den Veranstaltungskalender des Museums lohnt sich immer. Besonders cool finden wir die Street Art Bike Tour durch München, bei der ihr die aktuellen Geheimtipps der Szene kennenlernt.

© Julia Wittmann

Neben der Ausstellungsfläche ist das Mural zu finden, in dem ihr nach einem erfolgreichen Museumsbesuch etwas Leckeres trinken und essen könnt. Die Betreiber des Restaurants sind keine Unbekannten. Mit ihrer Bar Kopper, in der Theresienstraße, haben sie sich bereits einen Namen in München gemacht. Der Künstler Stohead, der bereits die Fassade des MUCA gestaltet hat, war auch in den Innenräumen der Bar aktiv. Hier treffen sich Freund*innen der Street Art!

Die Initiator*innen des MUCA sind ständig daran interessiert urbane Kunst im Stadtraum zu fördern und zugänglich zu machen. Durch großangelegte Zwischennutzungen werden die Flächen des Museumsbaus in der Hotterstraße immer wieder erweitert. Im Frühjahr 2021 soll Münchens größtes Zwischennutzungsprojekt stattfinden, bei dem zahlreiche Künstler*innen ein altes Regierungsgebäude bespielen: das Kunstlabor 2. Wir sind gespannt, was noch alles kommt!

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