Museumstipp: Pinakothek der Moderne

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Julia Wittmann

01. April 2017

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© Julia Wittmann
Architektur, Design, Graphik und bildende Kunst unter einem Dach.

Hard Facts

Barer Str. 40
80333 München
Montags Geschlossen
Dienstag bis Sonntag 10 - 18 Uhr
Donnerstags 10 - 20 Uhr
Ständige Sammlung 10€ regulär, 7€ reduziert
Tagesticket 12€
Sonntags 1€
5er Ticket 29€

Vier Museen unter einem Dach aus Glas und Beton -- die Pinakothek der Moderne. Große, breite Betontreppen verbinden die unterschiedlichen Ebenen und offene Räume laden zum Flanieren ein. Wenn ihr euch gerne mit weißen Wänden, großen Glasfronten und geometrischen Linien umgebt, werdet ihr euch hier sehr wohl fühlen. Die Architektur des Gebäudes ist unbedingt einen Besuch wert. Doch auch wer wegen der Kunst kommt, wird nicht enttäuscht werden. Auf einer Fläche von circa 12.000m² bekommt ihr einen umfassenden Überblick über die Künste des 20. und 21. Jahrhunderts.


Architekt Stephan Braunfels hat mit seinem Gebäude ein lichtdurchflutetes Heim für die vier Sammlungen geschaffen. Nach dem Durchschreiten der großen, gläsernen Eingangstüren befindet ihr euch in einer weißen Rotunde -- ein Blick nach oben lohnt sich! Dieser Eingangsbereich ist zugleich der Mittelpunkt des Museums, von wo aus ihr zu den verschiedenen Ausstellungen gelangen könnt.

© Julia Wittmann

Architektur und Graphik

Im Erdgeschoss befindet sich das Architektur Museum der Technischen Universität, welches die größte Spezialsammlung für Architektur in Deutschland ist. Neue Entwicklungen und Methoden innerhalb der Architekturgeschichte sind hier Programm. Ebenfalls im Erdgeschoss befindet sich die Staatliche Graphische Sammlung München, welche drei Wechselausstellungen pro Jahr präsentiert. In ihrem Bestand sind zahlreiche Zeichnungen und Druckgraphiken vom 15. Jahrhundert bis hin zur Moderne zu finden.

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Bildende Kunst und Design

Im Obergeschoss finden die Besucher*innen eine umfangreiche Sammlung der zeitgenössischen Kunst. In den Ausstellungsräumen sind Pipilotti Rist, Dan Flavin, Jeff Wall oder Sigmar Polke, sowie weiteren bedeutende Künstlerinnen der Gegenwart zu sehen. Auch die Klassische Moderne ist mit Arbeiten von Joseph Beuys, Francis Bacon, Max Beckmann, Franz Marc und vielen anderen international angesehenen Künstler*innen vertreten. Die vierte Sammlung unter dem Dach der Pinakothek der Moderne ist die Neue Sammlung – The Design Museum. Vom Eingangsbereich aus kann man die Ausstellungen im Untergeschoss schon sehen. In hohen Regalen befinden sich unterschiedlichste Design-Objekte, von Stühlen über Autos, bis hin zu Computern ist alles dabei. Vor allem im Bereich des Produkt- und Industriedesigns gilt die Neue Sammlung als führend.

Das Ufo vor der Pinakothek der Moderne ist ebenfalls der Neuen Sammlung zu verdanken. Es handelt sich um eine Design-Ikone der 60er, die vom finnischen Architekten Matti Suuronen entwickelt wurde und ursprünglich als Skihütte konzipiert wurde: das FUTURO.

© Julia Wittmann

Die Pinakothek der Moderne vereint vier spannende Sammlungen unter einem Dach. Architektur, Design, Graphik und bildende Kunst bieten etwas für jede*n. Neben der beständigen Sammlungspräsentation finden immer wechselnde Ausstellungen statt -- ein Besuch lohnt sich immer.

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