Schneespaziergänge abseits der Massen

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Julia Wittmann

14. Januar 2021

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© Julia Wittmann
Der Nymphenburger Schlosspark ist euch zu voll? Wir stellen euch Corona konforme Winterlandschaften vor.

Hard Facts

Wer den Winter liebt, hat es gerade nicht leicht. Wintersport ist momentan eher schwierig und auch an den geliebten Spazierrouten ist so viel los, dass es einem schon mal etwas zu voll werden kann. Um trotz der Pandemie die winterliche Schneelandschaft vor eurem Wohnzimmerfenster etwas genießen zu können, solltet ihr euch auf Wege abseits der Menschenmassen begeben – genau, abseits von Nymphenburg, Westpark und Co. Wir verraten euch unsere Tipps.


© Julia Wittmann

Der Nordteil des Englischen Gartens

Der Englische Garten ist wahrlich kein Geheimtipp, aber nur wenige verirren sich in den Norden des Parks. Hier sind hauptsächlich Hundebesitzer*innen und Joger*innen anzutreffen. Perfekt, um etwas frische Luft zu schnappen, ohne gleich die Stadt zu verlassen. Der nördliche Teil des Englischen Gartens bietet euch weite Flächen voller Schnee, den Schwabinger Bach, kleine Brücken und Weiher sowie etwas Waldfeeling – alles, was ein schöner Schneespaziergang braucht.


Südliche Fröttmaninger Heide

Die südliche Fröttmaniger Heide bietet weite Flächen und viel Platz zum Atmen. Das 347 Hektar große Naturschutzgebiet ist der Lebensraum von seltenen und bedrohten Pflanzenarten, das sich im Winter in eine flache Schneelandschaft mit kleineren Wäldchen verwandelt. Hier könntet ihr stundenlang immer nur geradeaus laufen und würdet immer noch etwas Neues entdecken, die Fröttmaninger Heide ist Abwechslung pur. In der Nähe gibt es auch noch Kunst zu sehen. Auf dem begrünten Hügel einer ehemaligen Fröttmaninger Mülldeponie ist eine versunkene Kirche des Künstlers Timm Ulrichs zu sehen ist. Das Versunkene Dorf ist die Replika der Heilig-Kreuz Kirche, die in den 50er Jahren der Mülldeponie weichen musste und versetzt wurde.


Grosshesseloher Brücke Richtung Burg Grünwald

Die Isar ist immer extrem begehrt unter den Münchner*innen – egal zu welcher Jahreszeit. Auch im Winter tummeln sich hier immer viele Leute. Wenn ihr nicht auf "eure" Isar verzichten möchtet, aber etwas Abstand braucht, dann solltet ihr dahin gehen, wo die meisten wieder umdrehen: die Grosshesseloher Brücke. Von hier aus lässt es sich wunderbar Richtung Grünwald laufen. Auf eurem Weg in den Süden spaziert ihr nah am Wasser durch winterliche Wälder entlang des Flusses. Als Ziel empfehlen wir euch die Burg Grünwald, von wo aus ihr dann mit der Tram wieder in die Stadt fahren könnt.


© Julia Wittmann

Forstenriederpark

Das großflächige Waldgebiet südwestlich von München eignet sich perfekt, um den Menschen in der Stadt zu entfliehen. Es gibt zahlreiche Einstiege in den Wald, die ihr mit der S-Bahn erreichen könnt. Freut euch auf einen zauberhaft verschneiten Wald. Als Ziel könntet ihr euch die Wildaussicht setzten. An dieser Wiese finden sich regelmäßig Wildtiere ein um zu fressen. Mit etwas Glück begegnet ihr Bambi & Co, die hier vom Förster gefüttert werden.


Weißensee Park

Wenn ihr nicht so weit fahren möchtet und lieber in Ubahn-Nähe bleibt, dann möchten wir euch einen kleinen, aber feinen Park in Obergiesing ans Herz legen. Der Weißensee Park bietet im Winter einen schönen Anblick unter den Schneemassen. Bäume und Wiesen schirmen euch für einen Moment vom Trubel der Stadt ab, obwohl ihr immer noch mitten drin seid. Der Weg zum Park könnte bereits Teil des Spaziergangs sein.


© Luba Schwirtz

Denninger Anger

Wenn ihr Lust habt, neue Viertel zu erkunden, dann lohnt sich auch ein Abstecher nach Bogenhausen. Der Denninger Anger ist hauptsächlich für seinen Kleingartenverein und Schrebergärten bekannt, aber im Winter findet man hier auch noch Platz zum Rodeln mit Abstand. Den Bogenhausener Park erreicht ihr am einfachsten mit der U4 (Haltestelle Böhmerwaldplatz). Angekommen könnt ihr euch über Bäume, Wiesen und - im Optimalfall - ganz viel Schnee freuen.

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